Projektbericht: Das Cajón-Projekt an der Mörikeschule Backnang geht weiter
Sie stammen überwiegend der Ukraine und leben erst seit kurzer Zeit in Deutschland. In der VKL lernen sie die deutsche Sprache, bevor sie in die Regelklassen integriert werden. Die Lehrkräfte stehen somit vor der Herausforderung, eine vom Alter und Niveau sehr heterogene Gruppe für die Regelklassen vorzubereiten.
Das Projekt beginnt mit einer 2-tägigen Bauphase, in denen die Kinder und Jugendliche aus einem Bausatz ihre Cajón bauen und individualisieren. Nach der Bauphase beginnt der Musikunterricht, der über einen Zeitraum von sechs Wochen je 1 x wöchentlich zur Unterrichtszeit angeboten wird. Von Schlagzeuglehrer und Musikpädagoge Samuel Brandt lernen die Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, zunächst das Lesen der Cajónnoten. Dann beginnt die musikalische Reise. Zunächst werden einzelne Schläge und Rhythmen eingeübt, danach das Zusammenspiel in der Gruppe. Voller Geduld geht Samuel Brandt auf jedes einzelne Kind ein. Er schafft es gleichzeitig, die große Gruppe zusammenzuhalten und zu begeistern.
Am Ende des Projekts sind die Kinder und Jugendliche stolz auf das, was sie gelernt haben. Für
viele von ihnen war es das erste Instrument, das sie spielen durften. Ihre Cajón dürfen sie mit nach Hause nehmen, sodass sie dort üben können. Auch werden sie durch die Schulsozialarbeit über die Möglichkeit einer FUNKE-Einzelförderung aufmerksam gemacht, sodass sie bei Interesse an einer Musikschule gefördert werden können.
Fazit
Das Cajón-Projekt war ideal für die Kinder und Jugendlichen mit ihren geringen Deutschkenntnis-sen. Sie konnten auch ohne Sprache grundlegende handwerkliche und musikalische Fähigkeiten
erarbeiten und ihre Frustrationstoleranz trainieren. Sie lernten in der Gruppe, unterstützten sich
gegenseitig und verbesserten so ihre sozialen Kompetenzen. Sie machten positive Erfahrungen im für sie herausfordernden Schullalltag, wodurch laut Lehrerin ihr Selbstvertrauen und ihre Lernmotivation gesteigert wurde.
An dieser Stelle möchten wir der Rotary-Band "2R2B" des Rotary Club Stuttgart-Remstal unseren
Dank aussprechen für die sehr großzügigen Spenden, welche dieses Projekt ermöglicht haben.
